Lancia Buggy

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2019

Kustánszeg, 04.08.2019

Albin gewinnt zwei von drei Läufen

Bei der Ankunft am Samstag nachmittags zeigte sich das Renngelände nach den Regenfällen der letzten Wochen rutschig und die Rennstrecke tief morastig. Leider hat es am Abend nochmals geregnet, sodass am Sonntag Morgen zuerst Massen von Dreck aus der Rennstrecke gebaggert werden mussten, damit an ein Rennen zu denken war. Beim Training war es noch ziemlich matschig, was sich aber bis zu den Zeitläufen gebessert hatte.

Das Rennen konnte auf einer holprigen aber sonst guten Strecke durchgeführt werden. Den ersten Lauf gewann Albin nach gutem Start und souveräner Fahrt. Auch der zweite Lauf begann mit einem gewonnen Start. Leider rutschte Scheuchenpflug mit seinem Buggy in der ersten Kehre aus. Dadurch übernahm Labi die Führung, die er bis zum Ende des Laufes behielt. Zwar kam Albin immer näher, doch vier Runden waren zu wenig, um seinen Konkurrenten überholen zu können.

Bei so kurzer Renndistanz ist ein guter Start der halbe Sieg. Dem Autocrosser aus St. Peter gelang ein hervorragender Start auch im 3. Lauf. Dies ist besonders hervorzuheben, weil Scheuchenpflugs Buggy nur zweirad getrieben ist, Labi aber mit einem Allrad-Buggy fährt. Albin kontrollierte Labi und fuhr in diesen Lauf sicher und ohne Fehler zum Sieg. Zwei von drei gewonnene Läufe bedeuteten Rennsieg.

Mit diesem Sieg hat Albin Scheuchenpflug jetzt drei von fünf Rennen, bei denen er in Ungarn am Start war, gewonnen. So hat sich zumindest die lange Anreise (fünf Stunden Fahrzeit) gelohnt.

Wiederum durfte Albins Tochter Sophie ihren Papa mit ihrem kleinen Buggy (mit Österreichfahne) präsentieren. Darauf ist sie besonders stolz.

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Gyenesdiás, 14.07.2019

Albin gewinnt den dritten Lauf und wird zweimal Zweiter

Die Rennstrecke hier in Gyenesdiás war das Gegenteil jener des letzten Rennens in Szombathely: schmal, unübersichtlich und aufgrund hoher Geschwindigkeiten und umherfliegender Steine gefährlich.

Mit einer Tagesbestzeit im Zeittraining (Scheuchenpflug war um zwei Sekunden schneller als sein Kongruent Labi) ging es in den ersten Lauf. Den Start verlor Albin um ein paar Zentimeter, was den zweiten Platz hinter Labi bedeutete, weil ein Überholen bei dieser Streckenbreite unmöglich war. Das gleiche Bild im zweiten Lauf: Albin am Heck von Labi, Überholen nicht möglich.

Im dritten Lauf konnte sich Scheuchenpflug vom Start weg an die Spitze setzen. Jetzt sah man, welch hervoragender Pilot der Autocrosser aus Österreich ist. Er fuhr Labi auf und davon und gewann diesen Lauf mit beinahe einer halben Runde Vorsprung auf Labi, der übrigens sein drittes Allrad-Buggy im vierten Rennen im Einsatz hatte.

Albin bewies wieder einmal viel Können und Mut bei diesem Rennen. Immerhin war die Höchstgeschwindigkeit 160 km/h (!) und dies auf einer schmalen, unübersichtlichen Strecke!

Große Steine, die mit voller Wucht durch die Luft flogen, verursachten am Buggy erheblichen Schaden: linker Stoßdämpfer kaputt, Spurstange durch Steine verbogen, Felge durch Stein um 2 cm verbogen, ...

Albin nach dem Rennen: "Diese Strecke war grenzwertig!"

Sophie Scheuchenpflug durfte bei der Präsentationsrunde auch in Gyenesdiás ihr kleines Buggy herzeigen; diesmal mit Österreich-Fahne.

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Szombathely, 16.06.2019

Albin gewinnt alle drei Läufe in souveräner Manier

Der wie in einem Stadion angelegte Autocross-Kurs in Szambathely gefiel Albin Scheuchenpflug auf den ersten Blick. So war es nicht verwunderlich, dass er gleich im Zeittraining Bestzeit heraus holte.

Der erste Lauf begann mit einem hervorragenden Start von Albin. Er zeigte diesmal dem "PS-Monster" von Labi, dass Motorleistung nicht alles ist. Auf der, durch das vorhergehende Spritzen etwas rutschigen Piste hatte Labi mit seinem vierrad getriebenen Buggy keine Chance. Nur am Ende wurde es beim Überrunden eines Konkurrenten etwas brenzlich. Labi drehte sich beim Versuch, Albin zu überholen und wartete schließlich eine Runde lang, bis Scheuchenpflug wieder vorbei kam. Just in dem Augenblick fuhr Labi weg und berührte dabei das Buggy des Autocrossers aus St. Peter.

Der zweite Lauf war ebenfalls eine klare Sache für Albin, ein Start-Ziel-Sieg.

Die Piste war im zweiten und dritten Lauf sehr griffig. Scheuchenpflug hatte offensichtlich große Freude am Fahren. Er spulte auch im letzten Lauf Runde um Runde mit immer größer werdenden Abstand zu seinen Konkurrenten ab. Mit hervorragender Fahrtechnik und einem gut abgestimmten Auto zeigte der Österreicher den begeisterten Zuschauern Autocross aus dem Lehrbuch.

Albin am Ende des Tages: "Trotz langer Wartezeit bis zum Start des ersten Laufes (es war bereits 15:00 Uhr) ein tolles Rennen".

Sophie Scheuchenpflug durfte bei der Präsentationsrunde auch in Szombathely ihr kleines Buggy herzeigen.

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Nagypáli, 02.06.2019

Noch ein Buggy aus Österreich

Bei den Rennen in Ungarn starten alle Buggys in einer Klasse - zweiradgetriebene mit den vierradgetriebenen. So hatte es Albin dieses mal mit einem altbekannten allradgetriebenen, 600 PS starkem Buggy aus Österreich, nämlich jenem, das Klaus Trondl gehörte, zu tun. Eine schwere Aufgabe.

Nach Bestzeit im Zeittraining, musste Scheuchenpflug sich jeweils nur beim Start knapp geschlagen geben. Im dritten Lauf fehten nur ein paar Zentimeter, um als erster in die Startkurve zu gehen. Doch auch da hatte am Ende das "PS-Monster" die Nase vorne. Im Verlaufe des Rennes konnte der Konkurent aus Ungarn, Thomas Labi, mit dem Allrad-Buggy aus Österreich den Autocrosser aus St. Peter nie abhängen. Vor allem in den Kurven des anspruchsvollen Kurses war Albin eine Klasse für sich und nahe daran, Labi zu überholen. Am Ende gab es einen zweiten Platz für Albin.

Große Freude machten die Veranstalter Sophie, der Tochter von Scheuchenpflug, die vor dem eigentlichen Rennen mit ihrem Buggy im neuen "Kleid" eine Runde alleine absolvieren durfte.

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Rabattöttis, 12.05.2019

Klarer Sieger des ersten Rennens in Ungarn

Albin gewinnt sein erstes Rennen in Ungarn in souveräner Manier. Nach Bestzeit im Zeitlauf gewinnt er auch den ersten Lauf klar. Beim zweiten Lauf passierte ihm ein kleiner Fehler, der ihn kurzfristig an die zweite Stelle verfrachtete. Nach drei Runden konnte er aber seinen Konkurrenten wieder überholen und auch den zweiten Lauf gewinnen.

Beim dritten Lauf gelang Scheuchenpflug, wie beim ersten, ein nie gefährdeter Start-Ziel-Sieg.

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ÖMSV verweigert Albin Scheuchenpflug die Fahrerlizenz für 2019

Ein Interview mit dem siebenfachen Staatsmeister im Autocross aus St. Peter

Wie hast du von der Lizenzverweigerung erfahren?

Scheuchenpflug: In einem Schreiben vom ÖMSV wurde mir mitgeteilt, dass ich aufgrund vergangener Vorkommnisse keine ÖMSV-Lizenz für das Jahr 2019 bekommen würde. Dies sei einstimmig beschlossen worden und nicht widerrufbar. Grund wurde keiner genannt.

Konntest du den Grund eruieren?

Scheuchenpflug: Mit Umwegen. Zuerst habe ich den Fahrersprecher angerufen, zu meinem Erstaunen wusste der gar nicht genau worüber er abgestimmt hatte, es wurde ihm nur gesagt das ich oder mein Vater etwas geschrieben hätten. Der Zeitungsartikel wurde bei der Abstimmung nicht einmal gezeigt. Erst durch ein Telefonat meines Vaters mit dem Obmann des ÖMSV wurde klar, dass man sich auf den Artikel in den Tips bezieht, in dem ich mit den Worten zitiert wurde: „Da wird offenbar mit zweierlei Maß gemessen. Es geht nicht um den Staatsmeistertitel, es geht um die Fairness.“

Wie begründest du deine Aussage?

Scheuchenpflug: Ich habe nach dem Unfall mit Kehrer in Oberrakitsch schriftlichen Protest eingereicht. Dieser wurde zuerst bearbeitet. Das Video einer neutralen regionalen Fernsehstation beweist eindeutig, dass mein Konkurrent absichtlich den Unfall verursacht hat und nicht ich. Der Protest wurde abgewiesen. Begründung: Ich hätte die 15 min Protestfrist nicht eingehalten. Ich habe aber erst bei der Siegerehrung erfahren, dass ich disqualifiziert bin - Reglement exakt eingehalten.

Mein Konkurrent war bei diesem Rennen beim zweiten Lauf nicht auf dem Startplatz und ist trotzdem gewertet worden. Daraufhin habe ich den Sportkommissar gefragt, warum das so sei. Antwort: „Da hat sein Mechaniker (der Vorstandsmitglied beim ÖMSV ist) zu mir gefunkt, dass wir ihn werten sollen, haben wir ja schon öfters gemacht“. Wurde hier nicht mit zweierlei Maß gemessen?

Was ist dein Resümee?

Scheuchenpflug: Ich habe nur die Wahrheit gesagt, ich habe keinen beschimpft oder sonstige schlimme Dinge gemacht. Ich war die ganze Saison den Umständen entsprechend ruhig und habe alles Unfaire über mich ergehen lassen. Ich war chancenlos gegenüber bestimmten Leuten beim ÖMSV, die eigentlich für sportliche Fairness sorgen sollten. Was soll man von einem ÖMSV-Funktionär halten, der zu mir nach dem Unfall mit Rennabbruch in Oberrakitsch auf der Rennstrecke, anstatt mich zu Fragen, ob alles in Ordnung sei, ziemlich unfreundlich sagt: „Schleich di“. Ich werde den Eindruck nicht los, dem ÖMSV geht es nur darum, seine Macht zu demonstrieren.

Was machst du in Zukunft? Hast du vor, den Autocrosssport an den „Nagel zu hängen“?

Scheuchenpflug: Ich werde in diesem Jahr ein paar Rennen in Ungarn fahren. Dort lässt man mich starten. Wie es dann weiter geht, weiß ich noch nicht.

© Sportunion St. Peter am Wimberg